Was macht die Osteopathie?
Die Osteopathie betrachtet den Körper in seiner Gesamtheit.
Eine Dysfunktion an einer Stelle, kann Auswirkungen auf den gesamten Körper haben.
Das Ziel der Osteopathie ist es die Einschränkung aufzuspüren und zu korrigieren,
um die natürliche Beweglichkeit des Körpers wieder herzustellen.
Fangen wir mal ganz von vorne an.
Mit dem 22.06.1874 datiert Andrew Taylor Still die "Geburt" der Osteopathie.
Das Wort Osteopathie leitet sich aus den altgriechischen Wörtern osteo für Knochen und
pathos für Leiden her.
Seiner Ansicht nach diente seine Arbeit zur optimalen Anpassung (aber nicht der Korrektur) des Organismus, wodurch sich die Selbstregulation des Körpers entfalten können.
Das bedeutet die Gesundheit im Körper kann sich wieder ausbreiten und
bestehende Symptome oder Krankheiten verdrängen.
Bei der Osteopathie wird mit den Händen gearbeitet um Blockaden aufzuspüren und Funktionsstörungen zu beheben.
Durch das Abtasten können Verspannungen und ein Ungleichgewicht gefunden werden.
Da die Osteopathie einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt, gehört eine ausführliche
und gründliche Anamnese hinzu.
Dies ist keinesfalls Neugierde aber auch weit zurückliegende Ereignisse spielen hier eine Rolle.
Den auch belastende oder traumatische Ereignisse haben Einfluss auf den Körper. So können auch Magenbeschwerden zu einer Bewegungseinschränkung in der Brustwirbelsäule führen.
Nach der Anamnese wird sich der Körper einmal in seiner Gesamtheit angeschaut,
gibt es Auffälligkeiten: ist eine Region wärmer oder kälter,
gibt es Bereiche die angespannter sind etc., hier wird sich auch einmal die Bewegungen angesehen.
Erst danach werden die Beweglichkeit der Gelenke und der Wirbelsäule getestet.
Abhängig von den Ergebnissen der Befundung, folgt nun die Behandlung.
Es werden Gelenke mobilisiert, Verspannungen gelöst,
betroffenen Bereiche werden gezielt manipuliert,
dies geschiet mit verschiedenen Methoden und Griffen.
Dabei werden die Techniken und Griffe auf das Krankheitsbild und die Befunde angepasst.
Die drei großen Bereiche der Osteopathie sind die:
- parietale Osteopathie: Diese beschäftigt sich mit den Muskeln, Sehnen, Bänder, Faszien und der Gelenke
Ziel: lösen von Verspannungen und Verklebungen und Mobilisierung von Gelenken.
- viszerale Osteopathie: hier liegt der Fokus auf den Organen und ihrer Aufhängung.
Ziel: Eine Verbesserung der Organbeweglichkeit und ihrer Funktion
-Cranio-Sacrale Osteopathie: hier wird sich hauptsächlich der Schädel (Cranium) und das Kreuzbein (Sacrum) angeschaut, inklusive dem Nervensystem und der Rückenmarksflüssigkeit (Liquor),
dieser ist am ganzen Körper zu erfühlen.
Ziel: den Rhythmus des Liquors wieder herzustellen und die Selbstregulierungsfunktion
des Körpers wieder herzustellen.

Andrew Taylor Still: “Find it, fix it, leave it alone…. and let nature do the rest”
